Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Kreisjugendfeuerwehr fand am 30. September eine Großübung auf dem Werkgelände der Firma Esterer in Altötting statt. Initiator dieser besonderen Art, ein Jubiläum zu begehen, war Kreisjugendwart Rupert Maier, welcher die Übung auch ausarbeitete. Angenommen wurde der Vollbrand einer Industriehalle mit mehreren verletzten Personen.

Das Szenario sollte sich allerdings nicht nur auf die Brandbekämpfung beschränken, sondern den Jugendlichen Hilfeleistung in nahezu allen Bereichen des facettenreichen Aufgabengebietes der Feuerwehr abverlangen. Unterszenarien, wo bspw. vom Werksgelände flüchtende Personen von einem Anhänger überrollt und eingeklemmt wurden, erforderten auch das Anwenden von Kenntnissen aus der Ersten Hilfe und Technischen Hilfeleistung.

27 Fahrzeuge und 182 Übungsteilnehmer bildeten eine schlagkräftige Zahl an Rettungsmitteln, welche von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung koordiniert wurden. Das Werkgelände wurde in fünf Abschnitte unterteilt, während bei der Anfahrt den Jugendlichen ein möglichst naher Realitätsbezug mit mehreren gasbefeuerten Flammen simuliert wurde. Das Werkgelände wird von einem Bach durchzogen, welcher als Löschwasserquelle für die Entnahme aus einem offenen Gewässer prädestiniert war. Es folgte ein massiver Löschangriff von außen, welcher auch durch eine Drehleiter unterstützt wurde. Hier ließ sich nun auch der von langer Hand geplante Übungsansatz von Kreisjugendwart Rupert Maier erkennen. Die Jugendlichen arbeiteten wehrübergreifend, Hand in Hand, am Übungserfolg und konnten eine einmalige Erfahrung in der Bewältigung einer Großschadenslage bereits in ihrer Jugendzeit sammeln.

Nach der erfolgreichen Übung folgte der offizielle Teil in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Altötting. Kreisjugendwart Rupert Maier gab einen historischen Abriss über die Entstehung der Jugendwehr. Landrat Erwin Schneider bekräftigte in seinem Grußwort, dass es "eine seit nun 20 Jahren fortwährende Erfolgsgeschichte sei, die Jugendwehr auf Kreisebene zu organisieren." Kreisbrandrat Werner Huber dankte den Gründervätern der Kreisjugendfeuerwehr, welche auch unter den Ehrengästen waren. "Es war unter dem damaligen Kreisbrandrat Franz-Xaver Lohmaier eine wichtige und richtige Entscheidung, die Kreisjugendfeuerwehr zu gründen und Werner Laumann in die Funktion des ersten Kreisjugendwartes zu berufen. Unser Dank gilt Euch bis heute", so KBR Werner Huber. Altöttings Erster Bürgermeister Herbert Hofauer schloß sich den Glückwünschen an und dankte auch der Firma und Werkfeuerwehr Esterer, dass diese mitten in der Kreisstadt das Firmengelände als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt haben. Nach einer gemeinsamen Brotzeit dankte Kreisjugendwart Rupert Maier abschließend allen Verantwortlichen in der Jugendarbeit in den örtlichen Wehren. "Die Jugendarbeit läuft, aber sie ist kein Selbstläufer. Nur durch permanente Courage in diesem wichtigen Segment kann es uns gelingen, auch morgen noch ausreichend qualifizierte Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben", so Maier.

Fotostrecke M. Szehr:

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Fotostrecke C. Kiefinger:

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